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FAQ´s zur Bereitstellung von 6 Grundstücken für kooperatives Bauen und Wohnen

Auftretende Fragen zum Konzeptverfahren und zu den bereitgestellten Grundstücken können an folgenden Kontakt gestellt werden: konzeptverfahren@netzwerk-leipziger-freiheit.de Alle gestellten Fragen/Antworten werden auf dieser Homepage veröffentlicht und sind Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen. 

 

FAQ´s

Allgemeine Verfahrensfragen

 

Inwieweit bietet das Netzwerk Leipziger Freiheit Unterstützung bei der Ausarbeitung der einzelnen Konzepte an?

Aus verfahrensrechtlichen und ressourcentechnischen Gründen ist eine Beratung einzelner Gruppen im Zeitraum des Konzeptvergabeverfahrens nicht möglich. Allerdings fungiert das Netzwerk gerne als Ansprechpartner für Fragen jeglicher Art und stellt dazu gerne auch Kontakt zu den Fachämtern her. Zudem erfolgt eine Unterstützung im Rahmen weiterer Veranstaltungen, wie einem 2. Kolloquium im Rahmen der 9. Wohnprojekttage am 27./28.11.2020.

 

Berät das NLF bereits jetzt schon Baugruppen, die in Entstehung sind und ein oder 2 bestimmte Bauprojekte im Auge haben?

Das Netzwerk berät keine Baugruppen im Rahmen des Konzeptverfahrens. Der Kontakt zu Interessenten bzw. Baugemeinschaften, die der Koordinierungsstelle des Netzwerkes Leipziger Freiheit bekannt sind können nach Grundstücken geordnet unter: https://www.netzwerk-leipziger-freiheit.de/marktplatz/projektboerse/ eingesehen werden.  

 

Wird im Nachgang das Ergebnis veröffentlicht bzw. werden die nicht gewonnenen Baugruppen darüber informiert, warum sie nicht zum Zuge kamen?

Ja, nach der Jurysitzung werden alle Baugruppen, die ein Konzept eingereicht haben über die Entscheidung informiert.

 

Was passiert nach den 110 Jahren, wenn die Gruppe das Grundstück behalten möchte?

Nach 110 Jahren erlöscht das Erbbaurecht und die Gebäude fallen gegen die Zahlung einer Entschädigung an die Stadt zurück. Das Instrument des Erbbaurechtes wurde genau mit dem Grund ausgewählt, dass die Stadt langfristig im Eigentum der Grundstücke bleibt. Eine Verlängerung des Erbbaurechtes würde deshalb keinem Automatismus unterliegen. Vielmehr wäre darüber zu gegebener Zeit gegen Ende der Vertragslaufzeit zu verhandeln.

 

Wie bindend ist die Vorgabe, dass eine Baugemeinschaft aus mindestens 8 Parteien bestehen soll?

Die genannte Größe der Baugemeinschaft ist als Richtwert zu verstehen. Je nach Konzept und gewähltem Grundstück kann diese Zahl abweichen. Jedoch sind die in der Ausschreibung genannten Mindestangaben einzuhalten.

 

Muss die Gruppenbildung zum Zeitpunkt der Bewerbung abgeschlossen sein?

Zum Zeitpunkt der Konzeptabgabe müssen die Baugemeinschaften eine hinreichende Vollständigkeit der Gruppe (mindestens 50 %) aufweisen.

 

Werden nach der Vergabe der sechs Grundstücke in absehbarer Zukunft weitere Grundstücke (evtl. auch mit anderen, größeren Zuschnitten) folgen?

Grundsätzlich sollen noch weitere Grundstücke im Konzeptverfahren veräußert werden. Zu diesem Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest, wie groß die Nachfrage bezüglich kooperativer Wohnformen sein wird. Die Stadt Leipzig verfolgt grundsätzlich das Ziel, alle Bedarfsgruppen zu unterstützen, die sich nicht frei am Wohnungsmarkt bedienen können und hat Konzeptverfahren als ein wohnungspolitisches Instrument beschlossen. Eine weitere Konkretisierung ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.

 

Kann die Selbstnutzung der Wohnungen auch durch einen Verein oder eine Sozialgenossenschaft vertretungsweise übernommen werden, welche/r die Wohnungen dann an Nutzer*innen vermietet?

Ja. Eine Bewertung des Konzeptes erfolgt gemäß den veröffentlichten Bewertungskriterien.

 

Schließt die Richtlinie „70% Eigennutzung, 30% Vermietung“ Wohnprojekte aus, welche hauptsächlich sozialintegrativ ausgerichtet sind?

Bei sozialintegrativ ausgerichteten Wohnprojekten handelt es sich in diesem Verfahren um einen Sonderfall, bei welchem von der 70-30-Regelung abgewichen werden kann, sofern das Mietmodell für die angesprochenen Bedarfsgruppen (z.B. aufgrund der starken Fluktuation der Bewohner) am besten geeignet ist. Es erfolgt eine fallspezifische Bewertung. Dabei ist zu beachten, dass eine abweichende Bewertung bedeutet, dass das Verhältnis Mietwohnraum/selbstgenutztes Wohneigentum abweichen kann. Grundsätzlich steht aber die Realisierung eines kooperativen Wohnprojektes im Vordergrund.

 

Fragen zu den bereitgestellten Grundstücken

Allgemein

Kann für die Grundstücke Breitschuhstraße 31 und Breitschuhstraße 28-30 ein gemeinsames Konzept eingereicht werden?

Nein, die Bewertung der eingereichten Konzepte erfolgt für jedes Grundstück separat. Die Grundstücksbereitstellung erfolgt ebenfalls Grundstücksbezogen. 

 

Was versteht man unter der Einbindung in die „Eigenart der näheren Umgebung“ nach § 34 BauGB?

Bestandteil der Beurteilung der Einbindung des Neubaus in die „Eigenart der näheren Umgebung“ nach § 34 BauGB ist die Orientierung an die First- und Traufhöhe der Nachbarbebauung. Die dadurch gegebenen Höhen sind Maßgabe für die Geschossigkeit der Neubebauung. Da die Geschosshöhen gründerzeitlicher Bestandsgebäude i.d.R. höher sind, besteht im Neubau die Möglichkeit eine abweichende Geschossigkeit zu erreichen. Daraus resultiert die Formulierung: „3-4 Geschosse + Dachgeschoss“.

 

Welche Alternativen lässt die Forderung nach gebäudeintegrierten Stellplätzen offen?

Die Stellplatzsatzung der Stadt Leipzig sieht einen Stellplatzschlüssel von 0,7 bei Wohneinheiten über 50 m² und von 0,5 bei Wohneinheiten unter 50 m² vor. In Abhängigkeit des Konzeptes und der Darstellung der spezifischen Gründe ist in Einzelfällen eine Ablöse möglich. Dies erscheint insbesondere für Standorte möglich, die eine sehr gute ÖPNV-Anbindung aufweisen (z.B. Braustraße und Gothaer Straße). Eine weitere Möglichkeit stellt die Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen dar (vgl. §49 VwVSächsBO, Stellplatzablösesatzung, Stellplatzsatzung vom 9.11.2019)

 

Kann ein geschaffener Carsharing-Stellplatz (mit Ladesäule für Elektrofahrzeuge) die Forderung nach 25% geforderten Elektrostellplätzen (Leipziger Stellplatzsatzung §4 Abs. 5) ersetzen?

in Bearbeitung.

 

Was bedeutet es für die Eigentümer, wenn das Grundstück in einem Sanierungsgebiet liegt?

Die Lage in einem Sanierungsgebiet hat nur bedingt Einfluss auf das Konzeptverfahren, da sich die baulichen Vorgaben, die eine besondere Genehmigung durch die Stadt Leipzig benötigen (z.B. Begrünung von Innenhöfen), in den jeweiligen Exposés bereits berücksichtigt wurden. Die Details zur gesonderten Behandlung dieser Flächen werden im weiteren Verlauf des Verfahrens grundstücksspezifisch erläutert. Weiterhin wird der Ausgleichbeitrag, der aufgrund der Lage im Sanierungsgebiet zu zahlen ist, durch den Grundstückseigentümer – und nicht durch den Erbbaurechtsnehmer – entrichtet. Bis 2023 werden alle Sanierungsgebiete in Leipzig aufgelöst.

 

Wer kommt für die Vorbereitung des Grundstücks/der Baufläche auf?

Für die Vorbereitung des Grundstücks kommt die bezuschlagte Projektgruppe auf. Bei Grundstücken, für welche ein besonderer Mehraufwand für die Baufreimachung besteht (Aufbauten, Berücksichtigung von LVB-Leitungsmasten sowie Aufwuchs), werden die hierfür geschätzten Kosten im Vorhinein wertmindernd vom Grundstückswert abgezogen.

 

Was bedeutet der Vermerk “Erdarbeiten [bedürfen] der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung”?

Wenn dieser Vermerk aufgeführt ist, so befindet sich das Grundstück innerhalb eines archäologischen Relevanzbereiches. Hierfür gilt: Wenn Erdarbeiten, Bauarbeiten oder Gewässerbaumaßnahmen in archäologischen Relevanzgebieten geplant sind, ist vor Beginn der Arbeiten ein formloser, schriftlicher Antrag bei der unteren Denkmalschutzbehörde (Amt für Bauordnung und Denkmalpflege) zu stellen. Da bei den geplanten Neubauvorhaben ohnehin ein Bauantrag erforderlich ist, schließt dieser den Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung mit ein.

 

Gothaer Str. 42

 

Braustraße 22

Kann die vorhandene Teilauto Fläche an der Karl-Liebknecht-Str./ Ecke Braustraße im Zuge einer Ablösung von Stellplätzen genutzt werden?

in Bearbeitung.

 

Wittenberger Str. 55

 

Breitschuhstraße 28/30

Im südlichen Teil des Grundstück befindet sich eine alte Garage, die aktuell nicht in Benutzung ist (so sieht es zumindest vom baulichen äußeren Zustand aus). Da diese auf dem Grundstück steht ist die Frage, ob die weggerissen wird oder verbleibt?

Die Garage kann von der bezuschlagten Projektgruppe abgerissen werden. Die geschätzten Mehrkosten hierfür werden im Vorhinein wertmindernd vom Grundstückswert abgezogen. Der Abbruch ist beim Amt für Bauordnung und Denkmalpflege zu beantragen.

 

Auf welche Trauf- und Firsthöhen in der Nachbarschaft kann Bezug genommen werden?

Die Traufhöhen bewegen sich im Bereich zwischen 8,00 m bis 12,00 m. Die Firsthöhen liegen bei 15,00 bis 16,50m. Bei geneigten Dächern ist mit Blick auf die Nachbarbebauung (Huttenstraße 18, 20) von einer Traufhöhe von max. 12,00 m und einer Firsthöhe von 16,00 m () auszugehen. Bei Konzepten mit Flachdach kann eine Firsthöhe von etwa 15,00 m erreicht werden. Unter der Annahme einer Geschosshöhe von ca. 3,00 m wären grundsätzlich auf beiden Grundstücken vier Geschosse und ein zusätzliches Dachgeschoss (ggf. als Staffelgeschoss) zulässig.

 

Können die in der Ankündigung benannten höhlenreichen Einzelbäume konkreter gekennzeichnet werden?

Die genauestmögliche Lage der Biotope 53018.E (Birnbaum) und 53019.E (Apfelbaum) ist im Luftbild 2019 hinterlegt (vgl. Datei zum Download). Der Abstand des Stammfußes zum vorderen Zaun beträgt ca. 10m und 22m.

 

Breitschuhstraße 31

 

Walter-Albrecht-Weg 111-115