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Push-the-button: Netzwerk Leipziger Freiheit geht an den Start

24. August 2016

Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase ist es so weit: Die vom Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung initiierte Beratungs- und Projektplattform für bezahlbares Wohnen, das Netzwerk Leipziger Freiheit, geht an die Öffentlichkeit. Heute (24. August 2016) wurde die Website staging.netzwerk-leipziger-freiheit.de freigeschaltet. Kooperative Wohnprojekte, d. h. Gruppen, die gemeinsam Wohnraum schaffen und darin zusammenleben wollen, haben nun einen zentralen Anlaufpartner. Folgende Beraterinitiativen beteiligen sich am Netzwerk: selbstnutzer.de | selbstnutzer e. V., innova eG, HausHalten e. V., Haus- und WagenRat e. V., Alternative Wohngenossenschaft Connewitz eG und Arbeitskreis Integriertes Wohnen e. V. Weitere Partner aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sollen noch gewonnen werden.

 

Die Stadt Leipzig hat sich in ihrem Wohnungspolitischen Konzept zur Stärkung kooperativer Wohnformen bekannt. Daher unterstützt sie Wohnprojektinitiativen durch die Vergabe von städtischen Liegenschaften im Konzeptverfahren und mit einem Beratungsangebot zu allen Fragen rund ums kooperative Bauen und Wohnen – von der Gruppenorganisation über den Zugang zu Grundstücken und Gebäuden bis hin zur Bauplanung und -finanzierung. Damit sollen Hürden für die Umsetzung kooperativer Wohnprojekte abgebaut werden. Kooperative Wohnprojekte schaffen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, verbinden mehrere Generationen, sind soziale Anker in den Quartieren und bringen Arbeit sowie Wohnen zusammen. Die gemeinschaftliche Bau- und Wohnkultur ist ein wichtiger Teil der „Leipziger Freiheit“. Allerdings haben kooperative Wohnprojekte auf dem hochdynamischen Leipziger Immobilienmarkt schlechtere Chancen. Die notwendigen Gruppenprozesse sind zeitaufwändig, die Hürde steigender Grundstückspreise schränkt Möglichkeiten ein. Klassische Bauträger und Investoren sind hier schneller und bringen mehr Kapital mit.

 

Das Netzwerk Leipziger Freiheit berät in drei Stufen. In einer Orientierungsberatung (Stufe I) können sich Projektinitiativen einen Überblick zum kooperativen Bauen in Leipzig verschaffen. Der kompakte Wissensspeicher staging.netzwerk-leipziger-freiheit.de dient als Einstieg in das Thema. Ein kleiner Leitfaden gibt Tipps von der Idee zur Umsetzung.

 

Bei weiterem Beratungsbedarf können die Projektgruppen in Stufe II die Konzeptberatung einer der Netzwerkpartner in Anspruch nehmen. In ca. drei Terminen gehen sie die einzelnen Schritte vom Projektkonzept bis hin zur Umsetzung inkl. Objektverwaltung durch.

 

Bei spezifischen Fragen können in Stufe III Fachberater zu Rate gezogen werden: Architekten zur Einschätzung baulicher Bedarfe und Optionen; Fachingenieure für Holzschutz, Baustatik und Energie; Juristen für Bau- und Mietrecht sowie Mediatoren für Gruppenmoderation.