Die erste Leipziger Ausschreibung zur Konzeptvergabe von Grundstücken an Baugemeinschaften startet!

Zur Stärkung des kooperativen und kostengünstigen Wohnens in Leipzig sind ab 16. September 2017 zwei Grundstücke in einem Konzeptvergabeverfahren ausgeschrieben.
Die Ausschreibung erfolgt im Rahmen einer Kooperation der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) als Grundstückeigentümerin und der Stadt Leipzig, hier das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW).
Dieser dreimonatigen Ausschreibung war eine Ankündigungsphase von einem halben Jahr mit zwei öffentlichen Rückfragekolloquien im April und Juni 2016 vorgeschaltet. Diese Phase hatte zum Ziel, Baugemeinschaften ausreichend Zeit zur Gruppenorganisation zu geben und sich über die Rahmenbedingungen des Ausschreibungsverfahrens zu informieren.
Folgende Grundstücke stehen zur Auswahl:

  • Endersstraße, Flurstücke 783e, 817/4 und 817/2, Gemarkung Lindenau
  • Klingenstraße 10, Flurstücke 431, Gemarkung Plagwitz.

Beide Grundstücke sind Baulücken in Gründerzeitblöcken. Die Grundstückspreise sind während der einjährigen Ausschreibungs- und Vertragsphase fix. Die Baugemeinschaften mit dem besten Konzept erhalten den Zuschlag. Die Vergabe erfolgt in Erbbaupacht. Die Form der Baugemeinschaft (bspw. Genossenschaft, Verein und GmbH (im Mietshäusersyndikatsmodell), GbR etc.) ist freigestellt.

 

Alle Ausschreibungsunterlagen können unter diesem Link der LWB oder nachfolgend heruntergeladen werden.

 

Aktuelle Informationen, Stand: 28.11.2017

  • Bitte senden Sie Ihre Abgabeunterlagen 1x in Papierform und 1x digital auf CD fristgerecht (Die Gebotsfrist endet am 18.12.2017, 12:00 Uhr.) an diese Postanschrift der LWB:

 

        Leipziger Wohnungs- und
        Baugesellschaft mbH ( LWB )
        Wintergartenstraße 4
        04103 Leipzig

 

  • Die Abgabe der Unterlagen muss in geschlossenen Umschlägen erfolgen. Die Umschläge sind deutlich zu kennzeichnen mit der Aufschrift: “Gebot. Klingenstraße 10 bzw. Endersstraße 33”

 

 

Allgemeine Ausschreibungsunterlagen
 
Ausschreibungsunterlagen Endersstraße

 

Ausschreibungsunterlagen Klingenstraße

 

 
FAQs

 

  • Allgemeine Ausschreibungsunterlagen // Ist die Ausschreibungsunterlage “Abgabeanforderungen” auszufüllen? Nein, dieses Dokument ist als Checkliste zu verstehen, der zu entnehmen ist, zu was und in welcher Form seitens der Bieter/innen Aussagen zu treffen sind.

 

  • Allgemeine Ausschreibungsunterlagen // Ausschreibungsunterlage Abgabeanforderungen  – Was ist mit „Anteil“ unter der Überschrift „Angaben zum Konzept“ bei den Punkten „Bebaute Grundstücksfläche“ und „Bruttogeschossfläche“ gemeint? Hier sind die bebaute Grundstücksfläche und die Bruttogeschossfläche jeweils mit der Grundstücksfläche ins Verhältnis zu setzen. Das Ergebnis sind Anteile an der Grundstücksfläche. Mit dem „Anteil bebauter Grundstücksfläche“ wird somit die Grundflächenzahl (GRZ) i.S.v. (!) §19 Baunutzungsverordnung (BauNVO) abgefragt: Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche. Mit dem „Anteil Bruttogeschossfläche“ wird die Geschossflächenzahl  (GFZ) i.S.v. (!) §20 BauNVO abgefragt: Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche.

 

  • Allgemeine Ausschreibungsunterlagen // Abgabeanforderungen: Ist es wirklich notwendig, den (notariell beurkundeten) Vertrag zur geplanten Rechts‐ und Organisationsform der Baugruppe (GbR, e.G., e.V. etc.) vorzulegen?
    Nein, ist es nicht! Diese formulierte Abgabeanforderung ist etwas zu hart geraten. Vielmehr ist eine gemeinsame Absichtserklärung der beteiligten Personen/ Haushalte über die vorgesehene Rechts‐ und Organisationsform der Baugruppe gefordert, kein fertiger Vertrag.

 

  • Allgemeine Ausschreibungsunterlagen // Kalkulation einer Kostenmiete: Ermittelt das vorgegebene Berechnungsschema wirklich „nur“ die Kostenmiete?
    Der zur Verfügung gestellte Berechnungsbogen soll den Wohnprojektinitiativen/ Baugruppen in erster Linie eine Hilfe sein und dient der Plausibilisierung der mindestens zu realisierenden Miete sowie zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Wohnprojekt-Vorhabens. Das Ergebnis, die “Monatlich erforderlichen Mietkosten” wird als Durchschnittsmiete pro m² selbstgenutzte Wohnfläche ermittelt und dient der Deckung laufender Aufwendungen. Das Berechnungsschema soll ausdrücklich nicht die dynamische Investitionsrechnung ersetzen, sondern ist vielmehr dieser vorgeschaltet und dient einer ersten wirtschaftlichen Einschätzung des eingereichten Wohnprojekt-Vorhabens.

 

  • Ausschreibungsunterlagen zu den Grundstücken // Grundstücksexposés: Sind die genannten 4 bis 5 Geschosse strikt einzuhalten?
    Nein, nicht notwendigerweise. Es handelt sich hier um eine Empfehlung. Wenn sich andere Geschossigkeiten verträglich i.S.v. §34 BauGB (Orientierung an den Trauf- und Firsthöhen der gründerzeitlichen Nachbarwohngebäude) darstellen lassen, sind diese auch legitim.